Im attraktiven und zentral gelegenen El Solin war ich zum ersten Mal vor einem halben Jahr - an einem denkwürdigen Abend nach einer Unzahl von Glühweinen auf dem Weihnachtsmarkt. In der Abendsonne eines freundlichen Maitages sieht das Café plötzlich ganz anders aus: Das Leben findet draußen statt, und das El Solin bedient dort eine große Zahl von Tischen am Rande der Fußgangerzone des Stadtzentrums.
Mit Jurij setze ich mich ins offene Fenster, und wir entscheiden uns trotz der täglichen Cocktail-Happy-Hour für ein Bier. Da zunächst sonst niemand kommt, um uns Gesellschaft zu leisten, boykottieren wir etwas trotzig die Trudelregeln und fachsimpeln über die Arbeit. Merkt ja keiner… Als dann aber Ramin und Arne zu uns stoßen, wird es doch noch ein richtiges Trudeln!

geschrieben am 14. Mai 2009 um 20:00 Uhr von niko
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Ein ungewohnt gediegenes Trudeln halten wir heute in der Schlossküche ab, einem Mövenpick-Restaurant neben den Herrenhäuser Gärten. Der Vorschlag stammt nicht etwa von jemandem wie mir, der bereits bei seiner eigenen Hochzeitsfeier gute Erfahrungen mit der Schlossküche gemacht hat, sondern von Barci, der nämlich seit seinem Umzug im März nur noch fünf Steinwürfe von der Schlossküche entfernt wohnt.
Professionalität und Anspruch des Küchen- und Servicepersonals kommen auf der Speisekarte und auf dem Teller zum Ausdruck. Wir fragen beim Verzehr einer Ziegenkäse-Terrine nach, was denn eine Terrine eigentlich sei. Dass sich jeder Laie seit der Einführung der “5-Minuten-Terrine” von Maggi darunter eine Suppe vorstellt, ist offenbar ein grober Fehler. Unsere Bedienung erklärt die Terrine mit einer bestimmten Zubereitungsart, die Wikipedia nennt es eine Schüsselpastete.
Anas Terrine sieht einem Salat jedenfalls zum Verwechseln ähnlich. Sieht aber nicht nur schön aus, sondern schmeckt auch super.
Das Trudeln bildet den Abschluss der “Team-Präsentationen”, die wir heute in der Gruppe Nanomaterialien gehalten haben, und daher sind besonders viele Kollegen mitgekommen: Außer den Personen auf dem heutigen Trudelfoto (darunter erstmals auch Rupert!) waren später auch noch Laszlo und Anne dabei. Nur sprechen dürfen wir über die heutigen Vorträge natürlich nicht, denn beim Trudeln spricht man nicht über die Arbeit.

geschrieben am 6. Mai 2009 um 20:00 Uhr von niko
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Der uni-Biergarten liegt gleich am Königsworther Platz, und die Homepage hat recht damit, dass man davon in dem Hinterhof praktischerweise nichts mitbekommt. Stattdessen bekommen wir am hinteren Rand des Biergartens noch etwas Abendsonne ins Gesicht - eine perfekte Idylle zum Feierabend. Dazu bringe ich Christin ein “Russ” mit an unseren Tisch, das sich als Hefeweißbier mit Sprite entpuppt: ein Bayern-Alster, gewissermaßen.
Zwei Tage nach diesem Trudeln - mit einem frühzeitigen Abgang von mir - habe ich übrigens eine Postkarte im Briefkasten: Vielen Dank, dass ihr mir die Karte des uni-Biergartens, die ich liegen gelassen hatte, hinterher geschickt habt! So gelangt sie sogar noch in den Trudelbericht. Die hässliche Vorderseite können wir uns hier allerdings sparen: Unser Trudelfoto ist besser! (Wenn auch in der Abendsonne nicht ganz gleichmäßig ausgeleuchtet.)

geschrieben am 21. April 2009 um 20:00 Uhr von niko
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Das “11A” befindet sich in Linden am Küchengarten und führt daher neben seiner Hausnummer den kreativen Beinamen “Küche mit Garten”.
Die Küche steht dabei ganz offensichtlich im Mittelpunkt, denn unser Essen kann sich sehen und schmecken lassen, während auf Nebensächlichkeiten wie eine Homepage oder eine gedruckte Getränkekarte kein Wert gelegt wird. Wer etwas Anderes trinken will als einen der vielen Weiß- und Rotweine von der Speisekarte, bekommt eine leicht ungeduldige mündliche Aufzählung von Getränken, bis er aufgibt und irgendetwas bestellt. Eine Pulle Herry gilt bei unserer Bedienung dabei als “gute Wahl”.
René trudelt heute zum ersten Mal mit und versucht sich zu merken, wie die Leute heißen, mit denen er die Monate des Praxissemesters verbringen soll.
Auf dem Weg zum Küchengarten ist Ninas Schnürsenkel aufgegangen. Siehe da: Ein kurzer Blick nach dem Zuschnüren zeigt, dass sie - so wie ich auch - jahrzehntelang mit einem “Granny Knot” aufgewachsen ist. Dabei macht ein einfaches Vertauschen der anfänglichen Schnürrichtung (nämlich entgegen der Schleife!) den Knoten viel symmetrischer und lässt ihn weniger leicht aufgehen (nachzulesen bei Ian’s Shoelace Site). Wir stellen Ninas Schuh auf den Tisch (das Essen ist inzwischen weg) und probieren es aus: Es stimmt.
Als wir bei unserer Ankunft im 11A zuvor zum Schutz vor einem Nieselregen alle unter einem großen Schirm sitzen wollten, wurden wir mit dem lauten Hinweis “Tische verrücken 20 Euro” begrüßt. Verrückt, dachten wir über die Angestellte - und über unsere Tische. Beim Bezahlen aber haben wir dann Glück und finden den Betrag nicht auf der Rechnung.
Ferner fehlt auf der Rechnung Sveas Bionade. Sie zahlt sie aber trotzdem. Sind wir zu lieb für Linden? Nina jedenfalls gibt Jan, der nach einem Jahr in Kalifornien nun zurück in Deutschland und auf Wohnungssuche ist, beim Abschied noch einmal den Hinweis mit auf den Weg, dass Linden einfach super ist. Jan fährt mich netterweise nach Hause. Ob er womöglich auch zu lieb ist für Linden, werden die nächsten Wochen zeigen.

geschrieben am 8. April 2009 um 20:00 Uhr von niko
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